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Krummbach, Foto: Peter Jost
Köcherfliegenlarve, Foto: Olaf Hädicke
Groppe, Foto: Wolfgang Pölzer
Butzbach, Foto: Peter JostEin natürlicher Bachlauf ist gekennzeichnet durch wechselnde Wasserstände mit Lebensgemeinschaften, die sich an den Wechsel von feucht und trocken angepasst haben. Bäche und Flüsse in ihrer ursprünglichen Form unterliegen jährlichen Hochwassern, lagern Sand- und Kiesbänke um, mäandrieren, verlagern ihre Betten und schaffen so einen vielfältig strukturierten Naturraum reich an Pflanzen und Tieren.
Heutzutage sind die meisten Bäche weit entfernt von ihrem Urzustand. Begradigt, kanalisiert, eingeengt und eintönig verlaufen sie dahin. Der Weg zurück ist wünschenswert und soll überall dort, wo es möglich ist, umgesetzt werden. Vielfältige Maßnahmen zur naturnahen Gewässerentwicklung sollen die Bäche wiederbeleben, damit Hindernisse und Verbau beseitigt und die Durchgängigkeit der Gewässer für Bachlebewesen aller Art gewährleistet werden kann. Ein mitteleuropäischer Bach verfügt über eine reiche Flora und Fauna aus allen Tierklassen – hier einige Beispiele:
Wirbellose (Insekten, Würmer und Weichtiere): zum Beispiel Steinfliegenlarve, Köcherfliegenlarve, Eintagsfliegenlarve, Zuckmückenlarve, Wasserassel, Bachflohkrebs, Wasserfloh, Strudelwurm, Wandermuschel, Flussnapfschnecke, Gelbrandkäfer und viele Libellen
Wirbeltiere (Amphibien, Fische und Vögel): zum Beispiel Bachforelle, Groppe, Äsche, Schmerle, Bachneunauge, Teichmolch, Erdkröte, Laubfrosch, Wasserfrosch, Feuersalamander, Graureiher, Eisvogel, Flussregenpfeifer
Flora (potenziell natürliche Vegetation): zum Beispiel Pappel, Erle, Weide, Espe und Vogelbeere, Faulbaum, Hasel, Weißdorn und Waldgeißblatt, Wasserhahnenfuß, Rohrkolben, Rauhes Hornblatt, Gelbe Teichrose, Pfeilkraut, Binsen und Seggen, Schilf, Sumpfdotterblume, Sumpfvergissmeinnicht, Gelbe Schwertlilie und viele mehr.
Gelbrandkäfer, Foto: Burkhard Wysekal
Gelbe Teichrosen, Foto: Doliwa
Strudelwurm, Foto: Marko König
Rohrkolben, Foto: Fotosearch