Hochwasserstufe 1

Hochwasservorsorge

Die Stadt Köln ist mit einem eigenen Hochwasserschutzkonzept gut auf Hochwasser vorbereitet. Hier erfahren Sie alles über Hochwasserschutzzonen und Maßnahmen im Hochwasserschutz.

Wie bereitet sich die Stadt Köln auf Hochwasser vor?

Das Hochwasserschutzkonzept Köln (HSK) wurde nach den beiden Hochwassern 1993 und 1995 als kommunaler Aktionsplan entwickelt. Hierbei wird der vorsorgende Hochwasserschutzes mit dem Ausbau technischer Hochwasserschutzanlagen kombiniert.

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Was wird mit dem kommunalen Aktionsplan erreicht?

Grundsätzliche Ziele für den kommunalen Aktionsplan sind:

  • eine optimale Einbindung des Aktionsplanes in den überregionalen, internationalen und interkommunalen Hochwasserschutz
  • eine Verringerung des Schadenspotentials in überschwemmungsgefährdeten Gebieten
  • ein verbesserter Hochwasserschutz für die Bevölkerung, für hohe Sachgüter und für sensible Objekte (Chemiebetriebe, Krankenhäuser, Altenheime, Zoos)
  • ein verbessertes Hochwasser- und Katastrophenmanagement
  • eine ausreichende Information der Bevölkerung über mögliche Gefahren und eine Sensibilisierung für das Thema Hochwasser

Dabei lassen wir uns von dem Grundsatz leiten: „Jeder Unterlieger ist auch ein Oberlieger“. Alle Anlieger des Rheins sollen hierdurch geschützt werden. Hochwasserschutz an der einen Stelle darf nicht dazu führen, dass sich an einer anderen daraus ein Nachteil für die dort lebenden Menschen ergibt.

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Wie groß ist der geschützte Bereich?

Im Rahmen des Hochwasserschutzkonzepts wurden für Köln bauliche Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt. Heute umfasst der Hochwasserschutz fast 70 km Rheinuferlänge.

Als wichtiger Bestandteil dieser Hochwasserschutzlinie gelten fast 11 km mobile Wände.

Sobald diese errichtet werden, werden sogenannte Schutzzonen eingerichtet. Sie werden in Sperr- und Gefahrenzonen unterteilt und dienen der Erhaltung von Sicherheit und Ordnung im Bereich der mobilen Wände. Die einzelnen Schutzzonenverordnungen können Sie zu den entsprechenden Stadtteilen hier herunterladen:

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Wie wird zusätzliche Sicherheit durch Retentionsräume erreicht?

Luftbild Worringen

Retentionsräume sind Gebiete, in die Wasser eingeleitet und zurückgehalten wird, um extreme Hochwasserspitzen abzusenken.

Z.B. im geplanten Retentionsraum Worringen sollen bei Extremhochwasser über 11,90 m Kölner Pegel bis zu 30 Mio.m³ Rheinwasser zurückgehalten werden.

Damit kann:

  • der Wasserspiegel um bis zu 17 cm gesenkt werden
  • bis zu 14 Stunden Zeit für Evakuierung und Sicherung gewonnen werden und
  • günstigstenfalls eine Überflutung von Ortsteilen verhindert werden.
Haben Sie Fragen zu den Retentionsräumen?
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Welche weiteren Maßnahmen werden getroffen?

Die Schutzwirkung technischer Hochwasserschutzanlagen wie Mauern, Deiche oder Hochwasserrückhalteanlagen wirkt nur bis zum jeweiligen Bemessungshochwasser. Darüber hinausgehende Hochwasser überfluten die geschützten Gebiete.

Einen absoluten Hochwasserschutz gibt es nicht. Die Schäden durch Hochwasser lassen sich aber durch eine Vorsorge mit folgenden Einzelstrategien möglichst gering halten:

  • Die Flächenvorsorge hat zum Ziel, möglichst kein Bauland in hochwassergefährdeten Gebieten auszuweisen.
  • Die Bauvorsorge soll durch hochwasserangepasste Bauweisen und Nutzungen Gebäudeschäden durch mögliche Hochwasserüberflutungen minimieren.
  • Die Verhaltensvorsorge hat zum Ziel, auf Grund konkreten Handels und rechtzeitigen Warnungen Schäden im Vorfeld zu mindern.
  • Die Risikovorsorge ist die finanzielle Vorsorge (Versicherung, Rücklagen) für den Fall, dass trotz aller vorgenannten Strategien ein Hochwasserschaden eintritt.

Alle wichtigen Informationen zum Thema Bau- und Risikovorsorge finden Sie unter Eigenvorsorge gegen Hochwasser. Konkrete Hilfestellungen zur Verhaltensvorsorge im Notfall finden Sie zusätzlich unter Akutes Hochwasser.