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Die Stadt Köln ist die am meisten von Hochwasser betroffenen Großstadt Europas und hat 1995 das letzte große Hochwasser mit einem Kölner Pegel von 10,69 m überstanden. Das 95‘er Hochwasser hat nicht nur einen extremen Einsatz an Hilfskräften, sondern auch an Material gefordert. Obwohl 1995 noch größere Schäden verhindert und den betroffenen Bürgern in den überschwemmten Gebieten in vielfältigster Weise geholfen werden konnte, entging Köln jedoch nur knapp einer großen Katastrophe.
Der Hochwassereinsatzstab setzt sich aus den verschiedensten Einsatzkräften bei Hochwasser zusammen. Neben einer ständigen Besetzung, können Einsatzkräfte je nach Entwicklung der Lage hinzu kommen. Bis zum Wasserstand von 10,70 m K.P. wird der Hochwassereinsatzstab vom Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe geleitet.
Die Hochwasserschutzzentrale Köln koordiniert den Hochwassereinsatz.
HochwassereinatzstabvergrößernAber auch bei kleineren und mittleren Hochwassern werden im Kölner Stadtgebiet viele tausend Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt, die durch die Hochwasserschutzzentrale Köln (HSZ) koordiniert werden.
Die Maßnahmen der Hochwasservorsorge, der Hochwasser-Bewältigung und der akuten Gefahrenabwehr aus den Bereichen der Entwässerung, der Hochwasserschutzmauern, der Deiche und des Verkehrs (Stege, Fährbetrieb, Verkehrsführung) sowie der Hilfs- und Pumpeinsätze ergeben den Schwerpunkt des Hochwasserschutzes. Daher bilden kompetente Vertreter der Stadtentwässerungsbetriebe, des Straßenbaus und der Berufsfeuerwehr den Kern der Hochwasserschutzzentrale, der durch Mitarbeiter der Polizei, der Bundeswehr und anderer städtischer und außerstädtischer Dienststellen (THW, DLRG) ergänzt wird. Die in der HSZ eingesetzten Mitarbeiter bilden das Bindeglied zu ihren jeweiligen Dienststellen, halten ständig Kontakt mit ihnen und sorgen für einen konstanten gegenseitigen Informationsfluss mit der entsprechen Koordination der aufeinander abgestimmten Schutzmaßnahmen.
BootsdienstvergrößernAb einem Rheinwasserstand von 4,50 m Kölner Pegel (dies war 2002 an 100 Tagen gegeben) werden die ersten Hochwasserschutzmaßnahmen getroffen und je nach Wasserstandsentwicklung nimmt die sogenannte “Kleine Hochwasserschutzzentrale” ab 5,50 m K.P. ihren Dienst auf und wird personell für die jeweils anfallenden zusätzlichen Aufgaben besetzt, auch an dienstfreien Tagen.
Ab einen Wasserstand von 4,50 m K.P. informiert die HSZ alle Bürger und Hochwasserbeteiligten mittels Hochwasser-Mitteilung per Internet oder Telefon über die Wasserstandsentwicklung und über durchgeführte bzw. durchzuführende Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem wird ab einem Wasserstand von 6,50 m K.P. eine Bürgerberatung eingerichtet, die Fragen direkt beantwortet.
Bei spätestens 7,00 m Kölner Pegel und stark steigender Tendenz des Rheinwasserspiegels wird die “Große Hochwasserschutzzentrale” mit allen beteiligten Dienststellen, Ämtern und Institutionen gebildet, die ihren Dienst rund um die Uhr versieht. In der Einsatzzentrale werden die einzelnen aktuellen Maßnahmen zwischen den beteiligten Dienststellen koordiniert und abgestimmt.