Direkt zum Inhalt

Direkt zur Navigation

Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR

Service-Navigation

DER RETENTIONSRAUM KÖLN-WORRINGEN

In den Jahren 1993 und 1995 erfolgten in zeitlich kurzen Abständen zwei Extrem-Hochwassereignisse. Deshalb fällte der Rat der Stadt Köln im Februar 1996 den Beschluss für das Hochwasserschutzkonzept Köln". Mit diesem Ratsbeschluss wurde auch der Bau von zwei Retentionsräumen auf Kölner Stadtgebiet gefasst. Der Retentionsraum Köln-Worringen soll auf diesen Seiten vorgestellt werden.

Vorteile für den Kölner Norden auf einen Blick:

Der Retentionsraum Worringen wird bei Hochwasserereignissen, die statistisch alle 200 Jahre oder seltener zu erwarten sind, eingesetzt.

 

Der Retentionsraum Worringen dient ausschließlich dem Schutz des Kölner Nordens und der Unterlieger.


Der Retentionsraum Worringen kommt dann zum Einsatz, wenn es um die Alternative zwischen einer offenen Überflutung der Siedlungsgebiete im Kölner Norden und einer Flutung des Retentionsraumes geht.


  • Die Flutung des Retentionsraums Worringen erfolgt frühestens bei 11,70 m Kölner Pegel (KP), wenn eine gesicherte offizielle Prognose ein Hochwasser
    > 11,90 m KP vorhersagt.
    In diesem Fall handelt es sich um ein Großschadensereignis!
  • Die Hochwasserstände lassen sich bis zu 17 cm in Worringen absenken. Die Höhe der Absenkung ist abhängig von der Form der Welle des Rheins. Im günstigsten Fall kann der Scheitel unter 11,90 m KP gehalten und so eine Überflutung der Wohngebiete verhindert werden.
  • Falls der Pegel bei Flutung des Retentionsraumes dennoch über 11,90 m KP ansteigt, erreichen wir bis zu diesem Zeitpunkt einen erheblichen Zeitgewinn von bis zu 14 Stunden.
    Da ab 11,30 m KP bereits der Kölner Süden überflutet wird und somit das Großschadensereignis ausgerufen wurde, sind dies entscheidende Stunden.
  • Dieser zusätzliche Zeitraum steht für Rettungs- und Verteidigungsmaßnahmen bis zu einem Überströmen der Hochwasserschutzanlagen zur Verfügung und ist eine letzte Möglichkeit zum Handeln.
  • Bei einem Rheinhochwasserstand von 11,90 m KP ist bereits ein hoher Grundwasserstand mit zum Teil auch offenen Wasseraustritten vorhanden.
    Die Flutung des Retentionsraumes ist die einzige Handlungsoption zur Vermeidung einer direkten offenen Überflutung der Wohngebiete durch das Rheinhochwasser.
    Vor diesem Hintergrund ist eine leichte Anhebung der Grundwasserstände im Bereich des Retentionsraumes letztlich das bei weitem geringere Übel.

Weitere Informationen finden Sie hier