Hochwasserstufe 1

Hochwassergefahrenkarte

Gefahrenkarten zeigen die erwarteten Überschwemmungen bei ausgewählten Wasserständen des Rheins an.

Was zeigt die Karte?

Die Gefahrenkarten zeigen die Überschwemmungstiefen und -ausbreitungen bei ausgewählten Rheinwasserständen mit und ohne Berücksichtigung der Hochwasserschutzanlagen an (in blau dargestellt). Da jedoch bauliche Hochwasserschutzanlagen keine absolute Sicherheit bieten, sind die bei Versagen der Anlagen (Bruch oder Überströmung) möglichen Überschwemmungsflächen in rötlichen Farben dargestellt.

Nach der Statistik entspricht ein Wasserstand von 9,50 m KP einem Hochwasser mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit, 11,30 m und 11,90 m KP einem Hochwasser mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit und 12,50 m KP einem Hochwasser mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit. Der höchste Wasserstand im letzten Jahrhundert wurde in den Jahren 1926 und 1995 mit jeweils 10,69 m KP gemessen. Zudem können sogenannte Restrisikoflächen eingeblendet werden. Restrisikoflächen sind Gebiete, die auch ohne direkte Anbindung zum Rhein vom Hochwasser betroffen sein können. Dies ist beispielsweise bei Geländesenken oder bei Altrheinarmen der Fall.

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Wie genau ist die Karte?

Ob eine Überschwemmung in der dargestellten Form eintritt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Jedes Hochwasser verläuft anders. Wie der Rhein fließt, wird unter anderem durch Winddruck und Wellenauflauf beeinflusst. Hinzu kommen die unterschiedliche Bebauung und der Bewuchs am Flusslauf.

Als Grundlage der Karte dient ein Geländemodell mit einem Raster von 1 x 1 Metern. Hierfür wurde die Stadt Köln im Jahr 2007 überflogen und der Boden mit einem Laserscanner abgetastet. Basis für die Anzeige der Gefährdung durch Grundhochwasser ist ein Rheinwasserstand von 11,90 Metern Kölner Pegel Die Abstände zwischen Geländeoberfläche und Grundwasseroberfläche (Flurabstandswerte) beruhen auf einer Simulation der RheinEnergie AG aus dem Jahr 2010. Berechnet wurde der maximal mögliche Grundhochwasserwert.

Die hydraulischen Simulationen der Überschwemmungsgebiete wurde mit Hilfe des Berechnungstools FloodArea in ArcView® bzw. ArcGIS® von der Firma Rodriguez, Zeisler & Blank GbR erstellt.