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Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR

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VERHALTENSVORSORGE

Verhaltensvorsorge

Informationen, Ausbildung und Vorbereitung sind Voraussetzungen der Verhaltensvorsorge. Ihre Wirksamkeit besteht in der Bildung des Gefahrenbewusstseins und im Erkennen der eigenen Handlungsmöglichkeiten. Allein dadurch kann längerfristig eine Reduktion des Schadenswachstums erwartet werden. Die Hochwasserwarnung ist, wie die Information und die Vorbereitung, eine Vorbedingung der Verhaltensvorsorge.    

Broschüre Hochwasser-Info

Das Broschüre Hochwasser-Info für die Bewohner von gefährdeten Gebieten in der Stadt Köln können Sie hier downloaden.

download (PDF, 2.2 MB)

Damit sich die vom Hochwasser betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner individuell und effektiv auf das nächste Hochwasser vorbereiten können, beantwortet die Hochwasserschutzzentrale Köln die wichtigsten und häufigsten Fragen:

Ab wann besteht eine Hochwassergefahr?

Informieren sie sich bei höheren Rheinwasserständen (ab etwa 4,50 m Kölner Pegel) über eine mögliche Hochwassergefahr.

Regelmäßig aktualisierte Hochwasserstände und Wasserstandsvorhersagen erhalten Sie über den Anrufbeantworter der Hochwasserschutzzentrale Köln (02 21) 2 21 – 2 61 61 und auf der Internetseite der Hochwasserschutzzentrale Köln www.hochwasserinfo-koeln.de

Die 5:00 Uhr, 13:00 Uhr, 21:00 Uhr Wasserstände und den aktuellen Wasserstand am Kölner Pegel erfahren Sie vomautomatischen Ansagegerät des Wasser- und Schifffahrtamtes
Pegel Köln (02 21) 1 94 29.

Ab wann wird die Hochwasserschutzzentrale Köln besetzt?

Die Einsatzzentrale und die Bürgerberatung der Hochwasserschutzzentrale Köln werden bei Rheinwasserständen ab etwa 5,50 m Kölner Pegel tagsüber und ab etwa 7,00 m Kölner Pegel rund um die Uhr besetzt. Bei Fragen zum Thema Hochwasserschutz ist Ihnen die Hochwasserschutzzentrale Köln gerne behilflich, wie z.B.:

  • Auskunft über hochwassergefährdete Gebiete
  • Auswahl geeigneter Hochwasserschutzvorrichtungen und Maßnahmen
  • Wasserstände und Prognosen (02 21) 2 21 – 2 61 61 (nach der Ansage bitte in der Leitung bleiben)

Bei erforderlichen Hilfsmaßnahmen wie z.B. Fährdiensten, Stegebau, Pumpeinsätzen, Sandssackeinsätzen und bei Versorgungsengpässen wenden Sie sich bitte direkt an die Einsatzleitungen vor Ort!

Ist eine eigene Grundausrüstung nötig?

Da die Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen ihre Ausrüstung selbst benötigen und nicht ausleihen können, ist es notwendig sich rechtzeitig eine persönliche Grundausrüstung zuzulegen. Halten Sie für sich und Ihre Angehörigen eine persönliche Grundausstattung griffbereit, die Sie im Hochwasserfall mehrere Tage lang unabhängig macht. Die Benutzbarkeit von Batterien, Brennstoff und Medikamenten sollten Sie jederzeit regelmäßig überprüfen.

Hierzu sollten gehören:

  • netzunabhängiges Rundfunkgerät(Batterien regelmäßig überprüfen)
  • aufgeladenes Handy 
  • Beleuchtung: dicke Kerzen, Taschenlampen mit Batterien, Petroleumlampe mit Petroleum, Lampenaufsatz für Campinggasflasche, Streichhölzer
  • stromunabhängige Kochstelle: Spirituskocher, Campinggaskocher, Benzinkocher, Trockenspirituskocher (Esbitkocher) mit Brennstoff, Holzkohlen- oder Gasgrill
  • Heizung / Campinggasflasche mit Heizungsaufsatz, Wärmflasche, Wolldecken, Taschenwärmer
  • Hausapotheke
  • wenn kein Abwasserfluss möglich: Waschschüssel, Toiletteneimer mit Deckel oder Campingtoilette
  • sauberes Trinkwasser (vorher abfüllen)
  • Gummistiefel oder Wathosen    

Nur bei häufiger auftretendem Hochwasser:

  • Sandsäcke mit Füllmaterial
  • Tauchpumpen mit FI-Schutzschalter und Schlauch
  • Rettungswesten
  • Warnlampe
  • Notstromaggregate

Was kann man für kranke und pflegebedürftige Personen tun?

Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass kranke und pflegebedürftige Personen möglichst bei Verwandten und Freunden untergebracht werden oder organisieren Sie Hilfe über private Dienste oder Hilfsorganisationen, damit die ärztliche Versorgung und medizinische Betreuung aufrecht erhalten werden kann. Denken Sie daran, dass die Hilfsorganisationen nicht wegen Kleinigkeiten kommen können. Bei besonderer Gefahr für die Gesundheit rufen Sie die Notrufnummer 110 oder 112 an.

Was muß ich beim Abstellen meines PKW und anderer Fahrzeuge beachten?

Fahren Sie rechtzeitig Ihre PKW und sonstige Fahrzeuge aus den hochwassergefährdeten Gebieten und erkundigen Sie sich frühzeitig, wo Sie diese abstellen können. Behindern Sie beim Wegfahren der Fahrzeuge weder Hilfsorganisationen noch Ihre Nachbarn!

Was mache ich, wenn das Telefon ausfällt?

Halten Sie Ihr Handy mit aufgeladenem Akku bereit. Nachbarn können sich bei Ausfall des Telefons gegenseitig helfen.

Was muss ich bei der Stromversorgung beachten?

Sorgen Sie dafür, dass der Strom in den überfluteten Räumen abgeschaltet wird und eine Notbeleuchtung vorhanden ist. Setzen Sie sich rechtzeitig mit Ihrem Stromversorgungsunternehmen in Verbindung, um in Erfahrung zu bringen, ob und wann Ihr Straßenzug generell abgeschaltet wird.

Was muss ich bei der Müllentsorgung beachten?

Vor der Überflutung durch Hochwasser versuchen die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) rechtzeitig Sonderentleerungen der Hausmülltonnen zu organisieren. Sichern Sie Ihre Mülltonnen und Wertstoffbehälter gegen Wegschwimmen. Sperrmüll ist gesondert zu entsorgen! Kundenberatung der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) (02 21) 92 22 224.

Wer kann mir bei Problemen mit der Strom-, Wasser- und Gasversorgung helfen?

Bei Problemen und Notfällen bezüglich der Strom-, Wasser- und Gasversorgung hilft Ihnen der zentrale Entstördienst der RheinEnergie (01 80) 22 22 600 (6 Cent aus dem deutschen Festnetz pro Gespräch) RWE (0 22 34) 51 70.

Wie erhalte ich aktuelle Hinweise und Informationen?

Hören Sie die stündlichen Hochwassermeldungen im Radio, z.B.: Radio Köln UKW/FM 107,1 MHz Radio RPR UKW/FM 103,5 MHz WDR 2 UKW/FM 100,4 MHz. Bei direkter Hochwassergefahr erfolgen Warnmeldungen und Lautsprecherdurchsagen in den betroffenen Gebieten. Aktuelle Vorhersagen für den Kölner Pegel finden Sie auch im Internet und im Videotext unter www.hochwasserinfo-koeln.de und www.hochwasser-rlp.de

Wie verhalte ich mich richtig?

Die Hochwasserschutzzentrale empfiehlt, anhand des folgenden Beispiels, sich die aktuellen Rheinwasserstände zu notieren und die wichtigsten Bezugspunkte im eigenen Umfeld hierzu festzulegen. Sie sammeln so Erfahrungen und sind auf das nächste Hochwasser besser vorbereitet, da Sie rechtzeitig Maßnahmen zur Prävention einleiten können.

Bei Hochwasser befolgen Sie die Anweisung des Hochwasserdienstes und der Hilfskräfte vor Ort. Sie verfügen über entsprechende Erfahrungen bei Schadensfällen. Bleiben Sie ruhig und besonnen!

Wie verhalte ich mich als Neubürgerin/Neubürger?

Wenn Sie Neubürger/in in einem hochwassergefährdeten Gebiet sind und zum ersten Mal mit Hochwasser zu tun haben, lassen Sie sich durch alteingesessene Bewohner/innen beraten und nutzen Sie deren Erfahrung. Zusätzlich stehen Ihnen die Mitarbeiter der am Hochwasserdienst beteiligten Dienststellen der Stadt Köln, der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) sowie der RheinEnergie und der RWE zur Verfügung.

Wann werden Boote, Fahrzeuge eingesetzt und die Stege aufgebaut?

Die DLRG leistet im Auftrag der StEB in Notfällen Hilfe, um betroffene Grundstücke zu erreichen. Ab gewissen Wasserständen wird ein Fährdienst mit Fahrzeugen und Booten eingerichtet.