Hochwasserstufe 1

Die „Blüchis“ müssen umziehen

Die „Blüchis“ müssen umziehen
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05.11.2018

Es war ein schwieriges Unternehmen, das Einfangen des Höckerschwanenpaars am Blücherparkweiher. Ende Oktober siedelten zwei Helfer des Tiernotrufs die beiden Wasservögel, die von den Blücherparkbesuchern liebevoll „Blüchis“ genannt werden, um.
Vor allem das männliche Exemplar war nicht erfreut, sein Territorium erneut verlassen zu müssen. Entsprechend schwer machte er es den Helfern, ihn zu fassen.
Erst zwei Jahre ist es her, da mussten die Wasservögel weichen, weil es kriminaltechnische Untersuchungen im und am Weiher gab. Auch jetzt kamen die StEB Köln zu dem Schluss, dass es besser und vor allem stressfreier für die Tiere sei, sie vor der anstehenden Entschlammung in die Paasmühle umzusiedeln. Diese Pflegestation für Eulen, Greif- und Wasservögel in Hattingen kümmert sich fürsorglich um verletzte oder verwahrloste Vögel und deren Auswilderung.

Die beiden Schwäne sind seit einigen Jahren am Blücherparkweiher zu Hause. Die Wasservögel suchen sich in der Regel ein Revier aus und bleiben dort ihr ganzes Leben. Speziell für die „Blüchis“ werden die StEB Köln die Ruhezone der Vögel nach der Sanierung gestalten, sodass die beiden sich in das Schilf des hinteren Teils des Blücherparkweihers zurückziehen können. Zudem sollen Pflanzen, wie die Armleuchteralge, im sanierten Blücherparkweiher angesiedelt werden, die den Schwänen als Nahrung dienen.

Die Tiere werden am Ende der Sanierungsmaßnahmen, also Anfang 2020, zurückkehren. Sollten sie sich trotz des ganzen Trubels entschließen, nach ihrer Rückkehr wieder zu brüten, wird ihr Nest abgesperrt, um Hunde oder andere Störenfriede fernzuhalten.

Die StEB Köln hoffen, dass die „Blüchis“ ihnen den unfreiwilligen Umzug verzeihen und sich im erneuerten Weiher umso wohler fühlen werden.

Alle Informationen zur Sanierungsmaßnahme finden Sie hier auf unserer Website .