Hochwasserstufe 1

Sanierung Blücherparkweiher

Der Blücherparkweiher in Köln-Ehrenfeld erfreut sich als Ort für Freizeit, Ruhe und Sport großer Beliebtheit. Ufereinfassung und Sohle des Blücherparkweihers sind stark beschädigt und müssen saniert werden. Hier erfahren Sie alles zu den Maßnahmen.

Was sind die Gründe für die Sanierung?

Eingerahmt von 100-jährigen Linden bildet das rechteckige, 1,5 Hektar große Weiherbecken das Herzstück des Blücherparks im Landschaftsschutzgebiet „Erholungsgebiet Bürgerpark Nord und angrenzenden Grünverbindungen“ in Köln-Bilderstöckchen.
Der an höfischen Glanz erinnernde Park wurde im Zeitraum von 1910 bis 1913 von Gartenbaudirektor Fritz Encke angelegt und sollte schon damals den dortigen Einwohnern als Ort der Erholung dienen.

Mittlerweile befinden sich das Betonbecken und die dünne Betonsohle jedoch in einem baulich sehr schlechten Zustand. Die Beckensohle ist stark rissig und undicht, die Ufereinfassungen sind unterhöhlt und weisen diverse Fehlstellen auf.
Die Sanierung des Blücherparkweihers ist die erste größere Sanierungsmaßnahme, die die StEB Köln nach der Aufgabenübertragung zur Unterhaltung und Sanierung der Kölner Parkweiher umsetzen.

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Was sind die Ziele der Sanierung?

Von der Maßnahme versprechen sich die StEB Köln eine spürbare Verringerung des enormen Grundwasserverbrauchs und damit eine deutliche Kosteneinsparung. Durch die Sickerungsverluste aufgrund der schadhaften Beckensohle und der undichten Ufereinfassung musste in der Vergangenheit vermehrt Grundwasser zugeführt werden.
Das Gewässer am Blücherpark gehört zu den kleineren Weihern mit einer mittleren Tiefe von circa einem Meter. Im Zuge der Sanierung wird der Parkweiher vertieft. Der Weiher soll so zukünftig besser bewirtschaftet und einem übermäßigen Algenwachstum vorgebeugt werden.

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Wie ist der geplante Verlauf der Sanierung?

Mit den Arbeiten wird im November 2018 begonnen. Zunächst wird der Schlamm mit dem Weiherwasser vermischt und dann über das Kanalnetz abgeleitet. Die StEB Köln haben im Vorfeld Schlammproben entnommen und auf ihre Unbedenklichkeit überprüft.
Der Schlamm entsteht zum Beispiel durch die Hinterlassenschaften der Wasservögel, aber auch durch Zufütterung der Besucher des Parkweihers.

Der Beckenumbau beginnt im Januar 2019. Hierbei wird das Becken zunächst abgebrochen und dann neu aufgebaut. Zukünftig soll eine Deponiefolie den Austritt ins Erdreich verhindern. Die Wassertiefe wird im mittleren Bereich von 1,40 Meter deutlich auf 2,60 Meter erhöht.

Die gesamte Parkanlage ist ein Landschaftsschutzdenkmal und muss in dieser Form erhalten bleiben. Daher werden die denkmalgeschützten Granitplatten, die das Ufer umranden, nummeriert, eingelagert und nach Fertigstellung in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt wieder angebracht. Trotz weitreichender Baumaßnahmen wird am Ende das äußere Erscheinungsbild des Parkweihers unverändert bleiben.

Anschließend werden auch die beiden Schilfzonen wieder hergestellt. Sie dienen dem dort lebenden Schwanenpaar als Brutstätte. Im Anschluss an den Neubau des Beckens wird die Beckensohle mit Armleuchteralgen bepflanzt. Diese sollen überschüssige Nährstoffe im Wasser binden.
Die reinigende Pflanze ist nicht nur in Quizsendungen aufgrund ihres skurrilen Namens beliebt. Wenngleich Algen allgemein keinen guten Ruf haben, wurde eine Art, die Stern-Armleuchteralge, als Wasserpflanze des Jahres 2018 gekürt. Die Setzlinge werden ortsfest am Boden aufgebracht. Da die Pflanzen nicht aufschwimmen, verhindern sie, dass Sediment aufgewirbelt wird. So sorgt die Alge für klares Wasser.

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