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Kölns Bäche unterstützen

Der Schutz unserer Bäche ist ein wichtiger Bestandteil des Umweltschutzes. Auch Sie können etwas tun. Denn Gewässerschutz beginnt vor der eigenen Haustür.

Was kann ich selber tun?

Zu jedem intakten Bach zählt ein naturnaher Gewässerrandstreifen. Dies ist der Bereich am Ufer eines Bachs, der frei von menschlicher Nutzung bleiben soll. In bebauten Gebieten wird die Breite des Gewässerrandstreifens durch die zuständige Behörde, in Köln durch das Umwelt und Verbraucherschutzamt (Abteilung IWA - Immissionsschutz, Wasser- und Abfallwirtschaft), festgesetzt. Abseits dieser rechtlichen Regelungen kann jeder Grundstückseigentümer auch aktiv mithelfen. Eine Möglichkeit ist etwa, am Bach im eigenen Garten standortgerechte Gehölze anzupflanzen.

Bitte kein Wasser entnehmen!

Teile Deutschlands – darunter die Kölner Bucht – haben 2019 im zweiten Jahr in Folge eine außergewöhnliche Dürre erlebt. Die Niederschlagssummen waren 2018 und auch 2019 deutlich zu gering. Die Trockenheit wirkt sich nicht nur auf unsere Grünflächen aus und macht sich durch ausgetrocknete Vegetation und mitten im Sommer Laub werfende Bäume bemerkbar. Auch die Bäche und Weiher leiden unter der trockenen Witterung. Die meisten Kölner Bäche haben sehr wenig Wasser geführt oder sind sogar ausgetrocknet. Besonders stark betroffen waren der Flehbach, Selbach, Giesbach und Kurtenwaldbach im Rechtsrheinischen. Für Fische und andere Gewässerlebewesen sowie für das Ökosystem Bach als Ganzes war das eine erhebliche Belastung.

In Betracht der extremen Trockenperiode hatte die Untere Wasserbehörde der Stadt Köln eine Verfügung erlassen, die die Entnahme von Wasser aus den Kölner Bächen bis Ende November 2019 untersagt hat. Trotz der gegen Ende des Jahres zurückgegangenen Temperaturen haben die Kölner Gewässer aufgrund des geringen Niederschlags kein oder zu wenig Wasser geführt. Lokale und kurzzeitige Niederschläge reichten nicht aus, um die Situation zu entspannen.

Die StEB Köln haben diese Entscheidung begrüßt. Es ist unsere Aufgabe, die Gewässer zu schützen. Hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung. Verzichten Sie auch in weniger extremen Jahren auf die Entnahme von Bachwasser! Entnehmen Sie kein Bachwasser ohne Genehmigung der Stadt Köln. Eine Entnahme kann dazu führen, dass die Wassermenge im Bach weiter abnimmt und die Wassertemperatur steigt. Das stellt eine Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt dar und verringert die Selbstreinigungskraft des Gewässers. Verwenden Sie stattdessen lieber Leitungswasser, denn dieses steht im Gegensatz zu Bachwasser in Köln noch ausreichend zur Verfügung. Noch besser ist es, wenn Sie Wasser aus einer Regentonne verwenden.

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Worauf muss ich besonders achten?

Als Ökosystem auf engstem Raum reagiert der Bach besonders empfindlich auf Störungen von außen. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen im Überblick:

  • Entsorgen Sie keinen Grünabfall im oder am Bach
  • Lassen Sie den Gewässerrandstreifen unbebaut
  • Lassen Sie Regenwassereinleitungen genehmigen
  • Entnehmen Sie kein Bachwasser ohne Genehmigung
  • Entsorgen Sie keinen Müll im oder am Bach
  • Bepflanzen Sie den Uferstreifen nur standortgerecht mit einheimischen Pflanzen

Weitere Informationen zu den einzelnen Punkten und konkrete Tipps zur Umsetzung finden Sie in folgender Broschüre: