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Kölns Bäche unterstützen

Der Schutz unserer Bäche ist ein wichtiger Bestandteil des Umweltschutzes. Auch Sie können etwas tun. Denn Gewässerschutz beginnt vor der eigenen Haustür.

Was kann ich selber tun?

Zu jedem intakten Bach zählt ein naturnaher Gewässerrandstreifen. Dies ist der Bereich am Ufer eines Bachs, der frei von menschlicher Nutzung bleiben soll. In bebauten Gebieten wird die Breite des Gewässerrandstreifens durch die zuständige Behörde, in Köln durch das Umwelt und Verbraucherschutzamt (Abteilung IWA - Immissionsschutz, Wasser- und Abfallwirtschaft), festgesetzt. Abseits dieser rechtlichen Regelungen kann jeder Grundstückseigentümer auch aktiv mithelfen. Eine Möglichkeit ist etwa, am Bach im eigenen Garten standortgerechte Gehölze anzupflanzen.

Auch im Jahr 2022 gilt: Bitte kein Wasser entnehmen!

Die Kölner Gewässer leiden nach den geringen Niederschlägen im Frühjahr bereits jetzt unter einer extremen Trockenheit. Aufgrund des ausgebliebenen Regens führen die Bäche immer weniger Wasser; manche haben bereits überhaupt kein Wasser mehr. Deswegen hat das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der die Entnahme von Wasser aus den Bächen, die im Kölner Stadtgebiet verlaufen, verboten ist.

Das Verbot gilt seit dem 13. Juli zunächst bis zum 31. Oktober 2022 und betrifft alle 24 offen verlaufenden Kölner Fließgewässer im links- und rechtsrheinischen Stadtgebiet. Aktuell sind rechtsrheinisch der Selbach, Flehbach und Wasserbach bereits vollständig trocken, andere rechtsrheinische Bäche wie die Strunde, Frankenforstbach, Kemperbach, Giesbach und Kurtenwaldbach zeigen bereits extrem niedrige Wasserstände. Lokale und kurzzeitige Niederschläge können auch hier die Situation nicht nachhaltig entspannen.

Die StEB Köln begrüßen diese Entscheidung. Es ist unsere Aufgabe, die Gewässer zu schützen – und dafür benötigen wir Ihre Unterstützung. Bitte entnehmen Sie kein Bachwasser und verzichten Sie auch in weniger extremen Jahren darauf. Eine Entnahme kann dazu führen, dass die Wassermenge im Bach noch weiter abnimmt und die Wassertemperatur steigt. Das stellt eine Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt dar und verringert die Selbstreinigungskraft des Gewässers; eine massive Störung der Gewässerökologie und des Wasserhaushaltes sind die Folgen.

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Worauf muss ich besonders achten?

Als Ökosystem auf engstem Raum reagiert der Bach besonders empfindlich auf Störungen von außen. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen im Überblick:

  • Entsorgen Sie keinen Grünabfall im oder am Bach
  • Lassen Sie den Gewässerrandstreifen unbebaut
  • Lassen Sie Regenwassereinleitungen genehmigen
  • Entnehmen Sie kein Bachwasser ohne Genehmigung
  • Entsorgen Sie keinen Müll im oder am Bach
  • Bepflanzen Sie den Uferstreifen nur standortgerecht mit einheimischen Pflanzen

Weitere Informationen zu den einzelnen Punkten und konkrete Tipps zur Umsetzung finden Sie in folgender Broschüre:

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