Informationswert 1

Der Kölner Pegel

Der Pegelturm in der Altstadt (Rheinkilometer 688) gehört zu den Wahrzeichen der Stadt Köln. Hier erfahren Sie, wie der Kölner Pegel gemessen und berechnet wird, und ab welchen Wasserstand man von einem Hochwasser in Köln spricht.

Wie funktioniert der Kölner Pegel?

Ein Schwimmkörper im Pegelturm überträgt permanent den Wasserstand des Rheins auf die am Turm angebrachte Pegeluhr. Diese Daten werden auch elektronisch aufgezeichnet und übertragen. Sie können unter der Rufnummer (0221) 194 29 abgerufen werden. Der automatische Informationsdienst nennt auch vorangegangene Pegelstände. Dadurch erfährt der Anrufer, ob das Wasser im Rhein steigt oder fällt.

Die Messung erfolgt in der Kölner Altstadt, Rheinkilometer 688. Eigentümer und Betreiber des Kölner Pegels ist die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Daher wenden Sie sich bitte bei Fragen zu dem Pegelturm, der Messung und der Schifffahrt auf dem Rhein an das Wasser- und Schifffahrtsamt Köln, Telefon 0221/97350-0 oder E-Mail: wsa-koeln@wsv.bund.de.

Der Rhein erreicht Köln bei Rheinstromkilometer 671 (Godorf) und verlässt die Stadt bei Rheinstromkilometer 711 (Worringen). Von Konstanz bis zur Mündung an der Nordsee sind es 1032,8 Kilometer.

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Wo liegt der Nullpunkt des Kölner Pegels?

Der Nullpunkt des Kölner Pegels liegt knapp 35 Meter über dem Meeresspiegel. Ein Wasserstand von Null Metern bedeutet aber nicht, dass der Rhein kein Wasser mehr führt. Der Kölner Pegel wurde so definiert, dass beim Wasserstand „0 Metern“ noch mindestens ein Meter Wassertiefe in der Fahrrinne des Rheins vorhanden ist.

Der heutige Nullpunkt am Kölner Pegel gilt seit dem 1. November 1979. Davor lag die Nullmarke des Kölner Pegels noch einen Meter höher. Ein Wasserstand von heute neun Metern wurde vor 1979 also mit acht Metern angezeigt. Gleichzeitig entsprach der heutige Wasserstand von plus 80 Zentimetern damals einem Wasserstand von minus 20 Zentimetern.

Die Anpassung des Nullpunktes des Kölner Pegels im Jahr 1979 wurde beschlossen, um negative Wasserstände bei Niedrigwasser zu vermeiden.

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Ab wann gelten bei Hochwasser Einschränkungen für die Schifffahrt?

In Köln spricht man ab 4,50 m Kölner Pegel (KP) von Hochwasser. Bereits ab diesem Wasserstand werden erste Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt.

Einschränkungen für die Schifffahrt bestehen jedoch erst ab den Marken I und II:

Marke I

Ist ein Wasserstand von 6,20 m KP erreicht, so gilt die Marke I. Ab diesem Wasserstand gelten erste Einschränkungen für den Rheinverkehr: Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und in der Mitte des Flusses fahren, um Uferbeschädigungen zu vermeiden.

Marke II

Sobald der Wasserstand am Kölner Pegel 8,30 m erreicht, gilt Marke II. Die Schifffahrt muss dann in Köln vollständig eingestellt werden.

Bei Fragen rund um die Schifffahrt auf dem Rhein wenden Sie sich bitte an das Wasser- und Schifffahrtsamt Köln, Telefon 0221/97350-0 oder E-Mail: wsa-koeln@wsv.bund.de.

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Wie viel Wasser transportiert der Rhein?

Die Wassermenge, die pro Sekunde durch den Rhein transportiert wird, ändert sich deutlich mit dem aktuellen Wasserlstand. Zum Vergleich:

Wasser pro Sekunde Wasserstand Kölner Pegel (KP) Ereignis
10.800 m³/s 10,69 m Hochwasser von 1995
9.520 m³/s 10 m „Schutzhöhe bis 2008“
6.960 m³/s 8,30 m Marke II
4.600 m³/s 6,20 m Marke I
2.060 m³/s 2,97 m Mittelwasserstand
690 m³/s 0,81 m Niedrigwasser von 2003

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