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Kanalbau Flandrische Straße/Aachener Straße

In der Flandrischen Straße und einem Teil der Aachener Straße müssen 187 Meter Betonkanal erneuert werden. Der Kanal stammt aus dem Jahr 1903. Mit der Erneuerung stellen wir sicher, dass der Kanal weiter uneingeschränkt funktioniert und keine ungeklärten Abwässer im Boden versickern, die das Grundwasser belasten.

Aktuelle Informationen

Hier erfahren Sie alles über den aktuellen Stand und den Fortschritt der Baumaßnahme. Diese Rubrik wird laufend aktualisiert.

Am 28.04.2021 haben die StEB Köln eine Pressemitteilung (PDF) zum Baubeginn am 03.05.2021 rausgegeben.

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Warum muss der Kanal erneuert werden?

Der Kanal stammt aus dem Jahr 1903 und ist am Ende seiner Lebensdauer. Die Betonrohre zeigen starke Korrosionsschäden. Die gravierendsten Schadensstellen wurden bereits punktuell ausgebessert, so dass der Kanal weiterhin dicht ist. Aufgrund des hohen Substanzverlusts besteht jedoch in naher Zukunft eine erhöhte Gefahr von Undichtigkeiten und Folgeschäden. Mit Rücksicht auf das Alter und das Schadensbild an dem knapp 120 Jahre alten Kanal ist eine Erneuerung daher unumgänglich.

  • Beispielhaft einige Aufnahmen von Schadbildern

Der Kanal wird dabei durch Steinzeug ersetzt. Das Material ist haltbarer als Beton und unempfindlich gegen Korrosion. Mit der Erneuerung stellen wir sicher, dass der Kanal weiter uneingeschränkt funktioniert und keine ungeklärten Abwässer im Boden versickern, die das Grundwasser belasten. Die Baumaßnahme dient damit dem Schutz der Umwelt und vermeidet aufwändige und kostspielige Folgeschäden am Kanalnetz in den nächsten Jahren.

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Wie läuft die Kanalerneuerung ab?

Der Kanal wird unterirdisch in sogenannter "geschlossener Bauweise" (PDF) erneuert. Das bedeutet: Ausgehend von vier Baugruben werden entlang der alten Kanaltrasse im Stollenvortrieb Tunnel gegraben. Darin wird später der Kanal verlegt. Gegenüber der sogenannten „offenen Bauweise“ hat dies den Vorteil, dass Erdarbeiten nicht über die gesamte Kanal-Länge, sondern nur an den Kanalschächten nötig sind.

Die Bauarbeiten beginnen frühstens am 03.05.2021 und werden in mehreren Bauabschnitten stattfinden. Dabei achten wir darauf, dass die Einschränkungen für Anwohnende und Verkehr so gering wie möglich ausfallen. Deshalb wird an zwei der vier Baugruben mit Rücksicht auf den Berufsverkehr nur in den Ferien gearbeitet. Dies gilt für die stark befahrene Aachener Straße. Außerhalb der Ferien werden diese beiden Baugruben mit Platten abgedeckt.

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Welche Auswirkungen hat die Baustelle auf die Verkehrsführung?

Die Baumaßnahme hat Auswirkungen auf die Verkehrsführung in den betroffenen Straßenabschnitten. In enger Abstimmung mit dem Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Köln wird dort die Verkehrsführung wie folgt geändert:

  • In der Flandrischen Straße wird ab 03.05.2021 der Verkehr zwischen Aachener Straße und der Einfahrt zur Lütticher Straße auf einer Spur an der dortigen Baugrube vorbeigeleitet.
  • In der Lütticher Straße wird ab dem 03.05.2021 im Teilstück zwischen Brabanter und Flandrische Straße eine Baustelleneinrichtungsfläche eingerichtet. Der Verkehr wird an der Fläche vorbeigeleitet.
  • In der Brabanter Straße wird ab dem 03.05.2021 eine Baustelleneinrichtungsfläche erstellt. Der Verkehr wird an der Baustelle vorbeigeleitet.
  • In der Aachener Straße zwischen den Ringen und der Händelstraße werden während der Schulferien Fahrspuren gesperrt. Außerhalb der Schulferien werden die dort befindlichen Baugruben mit Platten abgedeckt, so dass die gesamte Fahrbahnbreite zur Verfügung steht.

Um so wenig Verkehrsraum wie möglich einzuschränken, werden für die Baustelleneinrichtungen einige Parkplätze in Anspruch genommen. Alle Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten für Anwohnende sowie die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge bleiben durchgehend geöffnet.

Details der Verkehrsführung sowie die Lage der Baugruben und Baustelleneinrichtungen können Sie dem Lageplan entnehmen.

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Fragen und Antworten

Ist eine Erneuerung wirklich notwendig? Kann man den Kanal nicht sanieren?

Nein. Der 1903 gebaute Betonkanal ist am Ende seiner Lebenszeit und der Substanzverlust so groß, dass er nicht repariert werden kann. In diesem Fall kommt nur eine Erneuerung in Frage.

Gastronomen und Gewerbetreibende haben durch Corona schon genügend Existenznöte. Warum muss die Baumaßnahme gerade jetzt erfolgen?

Dieser Situation sind wir uns sehr bewusst. Eine Verschiebung der Bauarbeiten ist allerdings keine Option. Der Substanzverlust am alten Kanal ist so groß, dass eine hohe Gefahr von Folgeschäden besteht. Es drohen Undichtigkeiten und die Versickerung ungeklärter Abwässer ins Grundwasser. Zudem besteht, in Folge der Undichtigkeiten, die Gefahr von Hohlraumbildungen im Boden. Diese können auch Setzungen an der Oberfläche zur Folge haben. Die Beseitigung dieser Schäden wäre erheblich aufwändiger, langwieriger und teurer als die jetzt geplante Erneuerung.

Können die Baustelleneinrichtungen nicht an einer anderen Stelle platziert werden?

Die Lage der Baugruben ist durch die Kanalschächte vorgegeben. Deshalb können die Erdarbeiten nicht an einer anderen Stelle erfolgen.
Was die Baustelleneinrichtungen angeht (u.a. gesetzlich vorgeschriebene Aufenthaltsräume und Sanitäreinrichtungen für Baustellenpersonal, Abstell- und Rangierflächen für Baumaschinen etc.) haben wir darauf geachtet, diese so zu positionieren, dass sie möglichst wenig stören.

Was passiert mit den Abwässern während der Bauarbeiten?

Für die Abwässer wird während der Bauarbeiten eine provisorische Leitung gelegt, an die jeder Hausanschluss angeschlossen wird. Die effektive und fachgerechte Ableitung von Abwässern ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

Was ist, wenn während der Bauarbeiten mein Gebäude beschädigt wird?

Sicherheit, Arbeitsschutz und die Vermeidung von Schäden haben während der gesamten Baumaßnahme höchste Priorität. Dafür wird u.a. die Einhaltung geltender Grenzwerte für Statik, Erschütterungen etc. laufend überwacht.

Hinzu kommt: Das gewählte „geschlossene Verfahren“ ist sicher und erprobt. So wird z.B. während der Tunnel-Vortriebsarbeiten das Erdreich rund um die Stollen mit einem speziellen Injektionsgel stabilisiert. Die gegrabenen Stollen werden mit Spritzbeton ausgekleidet und dadurch statisch gesichert.

Sollte es dennoch zu Beschädigungen an Gebäuden kommen, gelten die gesetzlichen Haftungsregeln. Vorbeugend läuft derzeit in Abstimmung mit den Immobilieneigentümern eine sogenannte „Beweisaufnahme“. Dabei wird der Zustand der Gebäude von einem Sachverständigen vor Baubeginn dokumentiert.

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Kontakt

Ausführendes Unternehmen:

Friedrich Wassermann GmbH & Co. KG und Weitz & Co. GmbH, Eupener Straße, 50933 Köln
Herr Fischer, Telefon: 0221 4987650, 0173 7296142

Bauüberwachung:

Ingenieurbüro Gohl GmbH, Altenberger Straße 43, 42929 Wermelskirchen
Herr Gohl, Telefon: 02193 500171

Projektleitung:

StEB Köln, Ostmerheimer Straße 555, 51109 Köln
Tobias Lübbert, Tel. 0221 22126926, 0163 5385469
E-Mail: tobias.luebbert@steb-koeln.de